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"exporo.de“ vermittelt Anlegergelder für Immobilieninvestments

Viele Immobilienentwickler setzen auf Simon Brunke, Björn Maronde und die Exporo AG

Samstag, 04 August 2018 14:16 geschrieben von  Sandra Weiss
Die Immobilien- und Finanzierungsprofis der Exporo AG Die Immobilien- und Finanzierungsprofis der Exporo AG Quelle: Exporo AG

Hamburg – Die Erfolgsgeschichte der Exporo AG begann eigentlich schon 2013 mit zwei Erkenntnissen: Erstens, dass Immobilienentwickler wegen der gestiegenen Investitionszurückhaltung der strenger regulierten Banken immer verzweifelter nach alternativen Finanzierungsquellen suchen und zweitens, dass nur Privatanleger mit sehr viel Geld die Chance haben, unkompliziert und mit guten Konditionen in Immobilien zu investieren. So reifte bei Simon Brunke, Björn Maronde, Julian Oertzen und Tim Bütecke die Idee, einen eigenen Online-Marktplatz zu schaffen, um dort Immobilienprojekte als Anlagemöglichkeit für jedermann anzubieten und auf direktem Wege Kapital zwischen Privatanlegern und Immobilienunternehmen zu vermitteln.Ende 2014 ging dann die Crowdinvesting-Plattform „exporo.de“ an den Start und hat sich seitdem zu Deutschlands führendem Vermittler für digitale Immobilieninvestments entwickelt. Über 127 Immobilienprojekte haben die innovativen Schwarmfinanzierer seither erfolgreich mitfinanziert, mehr als 2018 Millionen Euro Investitionskapital vermittelt und schon 57 Millionen Euro an die Anleger zurückgezahlt. Für das Gründer-Quartett  Simon Brunke, Björn Maronde, Julian Oertzen und Tim Bütecke ist das eine alles andere als schlechte Bilanz.

Das Erfolgsrezept lässt sich mit dem Motto „Einfach und direkt in Immobilien investieren“ beschreiben. Kleinanleger können sich schon mit Beträgen ab 500 Euro an renditeversprechenden Immobilienprojekten beteiligen, die bisher nur finanzstarken privaten und institutionellen Investoren vorbehalten waren. Anleger profitieren dabei von kurzen Laufzeiten und attraktiven Renditen. So verspricht Exporo Zinsen von rund fünf Prozent, was angesichts des jahrelangen Niedrigzinsumfeldes wie eine Verheißung klingt.

Die Crowdinvesting-Profis stellen Projektträgern und Immobilienentwicklern Mezzanine- oder Fremdkapital zur Verfügung. Dafür wird das Kapital vieler Privatinvestoren gebündelt, die einfach und direkt über die Online-Plattform investieren. Exporo übernimmt die gesamte Betreuung der Privatinvestoren und gibt eine Platzierungsgarantie. Über einen Treuhänder werden die eingeworbenen Gelder zum vertraglich vereinbarten Termin ausgezahlt und das Darlehen plus Zinsen am Laufzeitende an die Privatinvestoren zurückgezahlt. Dieses digitale Investieren in Immobilien ist für Anleger wie für Projektträger gleichermaßen interessant. Namhafte Projektentwicklungsgesellschaften arbeiten mit dem Plattformbetreiber Exporo zusammen. Die Aktiengesellschaft sichert den für seriös befundenen Projektentwicklern ein Finanzierungsvolumen von 500.000 bis 10 Millionen Euro, die Prüfung und Finanzierungszusage innerhalb einer Woche, eine moderne Form der Mezzanine- und Fremdkapitalfinanzierung, die Auszahlung des Investitionsbetrages innerhalb von zwei Wochen und eine hohe Marketing-Reichweite zu.

Auf Geldbeschaffung durch Exporo setzt auch die Sauer Real Estate AG. Das Familienunternehmen mit jahrzehntelanger Erfahrung und Projektvolumina von über 500 Millionen Euro in den letzten 30 Jahren engagiert sich für das Immobilienprojekt „Phoenix Apartments“ in Hamburg-Harburg. Dort wird derzeit ein denkmalgeschütztes Gebäude entkernt und später zu insgesamt 225 Microapartments umgebaut. Anlegern winkt eine endfällige Verzinsung von 5,5 Prozent. Mithilfe von Exporo hat die Leipziger Ecobau GmbH mit der Realisierung des Projektes „Smartlofts U18“ begonnen. Dabei geht es um die Errichtung einer Neubau-Wohnanlage mit 27 Wohneinheiten und Tiefgaragen-Stellplätzen in gleicher Zahl. Auszahlungsvoraussetzung für das Investmentkapital der Exporo-Anleger ist unter anderem ein Vorverkauf von 50 Prozent der Wohneinheiten.

Der Immobilienentwickler Hedera Bauwert GmbH investiert in die Revitalisierung einer teilsanierten, fünfgeschossigen Bestandsimmobilie in der Berliner Weserstraße mit 42 Wohneinheiten und einer Gewerbeeinheit auf insgesamt ca. 2.792 m² Mietfläche. Geplant sind vorwiegend kleine Wohneinheiten für Ein- und Zwei-Personen-Haushalte, der Dachgeschossausbau sowie neue Balkone und Fahrstühle. Die Laufzeit des Investments liegt bei 24 Monaten und einer endfälligen Festverzinsung von 5,5 Prozent. In der Waldgemeinde Großhansdorf vor den Toren Hamburgs realisiert die  Quell Real Estate Wohnbau SH GmbH mit dem Projekt „Waldluft Wohnen“ ein Mehrfamilienhaus mit elf Eigentumswohnungen. Konkret geht es um die Entwicklung eines exklusiven Mehrfamilienhauses mit ca. 1.120 m² Wohnfläche sowie neun PKW-Tiefgaragenstellplätzen und zwei PKW-Außenstellplätzen in attraktiver Naturlage. Die von Exporo eingeworbenen Anlegergelder versetzen den Projektentwickler VILA Immobilien in die Lage, im beliebten Hamburger Stadtteil Wellingsbüttel unter dem Arbeitstitel „Hoheneichen“ ein besonderes Mehrfamilienhaus mit sechs Wohneinheiten zu realisieren. Um Platz für den Neubau inklusive Tiefgarage mit vier PKW-Stellplätzen und fünf Carport-Stellplätzen zu schaffen, wird ein Bestandsgebäude auf einem 1.500 m² großen Grundstück abgerissen. Die Baugenehmigung liegt bereits vor. Die Festverzinsung für die Anleger liegt bei 4,75 Prozent.

Bereits zurückgezahlt wurden die Anlegergelder für das Immobilienprojekt „Stahlgruberring“ der Cone Capital AG. Im Münchner Stadtteil Riem hatte die von Cone Capital eigens gegründete Stahl 4 Verwaltungs GmbH das ca. 5.530 m² große Grundstück am Stahlgruberring 4 gekauft, um dort ein Hotelgebäude zu errichten. Auf dem benachbarten Großgrundstück realisiert die Cone Capital AG derzeit ein „Boardinghouse“ als mehrstöckige Wohnimmobilie mit 280 Apartments und 113 PKW-Stellplätzen.

Exporo arbeitet mit dem Finanzierungsinstrument von Nachrangdarlehen. Hierbei werden die Darlehensgeber im Insolvenzfall des Darlehensnehmers  nachrangig befriedigt, das heißt, zuerst werden die Forderungen aller anderen Kreditgeber bedient. Aufgrund der Nachrangigkeit ihrer Forderungen besteht für Anleger bei einem Insolvenzverfahren ein Totalverlustrisiko. Der Totalverlust aus Nachrangdarlehen kann allerdings steuerlich als Verlust anerkannt und somit finanziell abgefedert werden. Das hat der Bundesfinanzhof mit seinem Urteil vom 24. Oktober 2017 entschieden (Az.: VIII R 13/15). Ralf Buerger, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht, erklärte dazu: „Das Urteil kann auch für viele Anleger, die Nachranddarlehen gewährt haben, wichtig sein. Fallen ihre Forderungen aus, können die Verluste beim Finanzamt steuerlich geltend gemacht werden. Das gilt auch bei anderen Kapitalanlagen wie zum Beispiel Unternehmensanleihen.“

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