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London – Kryptowährungen, das gilt besonders für die inoffizielle Leitwährung Bitcoin, stehen seit Wochen unter einem massiven Kursdruck. Der Wertverlust ist alarmierend. Nachdem der Bitcoin im letzten Jahr fast den Sensationswert von 20.000 US-Dollar erreichte, sank er zuletzt unter die 4.000-Dollar-Marke und zog andere Digitalwährungen mit herunter. Wie konnte das passieren? Erst vor wenigen Monaten sagte Paul Krugman als der wohl einflussreichste amerikanische Wirtschaftswissenschaftler, dass der Bitcoin einen größeren Nutzen als Gold habe und die Anleger eines Tages vom Gold weglocken werde. Diese Einschätzung äußerte er bei einem Auftritt im Rahmen der Blockchain-Konferenz „ChainXChange“ in Las Vegas. In einer Diskussionsrunde mit Fundstrat-Mitbegründer Tom Lee und dem Ripple-Marketingstrategen Jory Johnson legte der Nobelpreisträger seine Überzeugung dar, dass im Kryptogeld mittlerweile mehr Chancen als Risiken lägen.

Hongkong – Paul Krugman ist der wohl einflussreichste Wirtschaftswissenschaftler der USA. Sein Wort hat Gewicht, an seinen Prognosen zur Entwicklung von Unternehmen, Branchen und Währungen orientieren sich viele Investoren und Kapitalanleger. Der 65-Jährige ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der Princeton University, Professor an der London School of Economics, Träger des Alfred-Nobel-Gedächtnispreises für Wirtschaftswissenschaften und Autor zahlreicher Sachbücher. Durch seine wöchentlichen Kolumnen in der „New York Times“ wirkt er über Fachkreise hinaus meinungsbildend.