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Hamburg – Die Entwicklung der Crowdinvesting-Plattform Exporo gehört zweifellos zu den größten Erfolgsgeschichten im FinTech-Sektor der letzten Jahre. Das 2013 von dem Quartett Simon Brunke, Dr. Björn Maronde, Julian Oertzen und Tim Bütecke gegründete Unternehmen hat seine repräsentative Zentrale in der Hamburger HafenCity und beschäftigt mittlerweile eine dreistellige Angestelltenzahl. Diese Mitarbeiter sehen ihre Aufgabe nicht nur darin, den Markt für Immobilieninvestments durch die digitale Geldbeschaffung via Crowdinvesting zu modernisieren. Sie wollen Kleinanlegern schon ab einer Investitionssumme von 500 Euro den Einstieg in die Assetklasse Immobilien ermöglichen und diesen Investments damit den Ruf nehmen, nur ein profitables Anlagemodell für institutionelle Anleger und private Großinvestoren zu sein. „Otto Normalanleger“ verzweifelt seit vielen Jahren an den von der Europäischen Zentralbank (EZB) verordneten Niedrigzinsen, die traditionelle Sparguthaben schleichend entwerten und damit Vermögenswerte vernichten. Kapitalkräftige Anleger investieren deshalb schon seit Langem in den Immobilienmarkt. Wer von ihnen keine Immobilie für die Eigennutzung oder Vermietung kaufen will, richtet den Blick auf Investmentangebote mit kurzen Laufzeiten und guten Renditen.

Langenhagen – Die Finanzkrise der Jahre 2007/2008 hat sich tief ins Bewusstsein vieler Investoren und Anleger eingegraben. Das daraus folgende Unsicherheitsgefühl wurde noch durch die Niedrigzins-Phase verstärkt, die die Europäische Zentralbank eingeläutet hat, um südeuropäische Schuldenstaaten im Euro-Raum zu halten. Die Frage nach der richtigen Kapitalanlage zwischen den konkurrierenden Polen von Sicherheit und Risiko treibt seitdem viele Investoren um. Klarer Gewinner dieser Entwicklung war in den letzten Jahren die Anlageform Immobilien, die neben Sicherheit eine hohe Rendite garantiert. Viele Anleger übersehen dabei, dass Investitionen in neu gebaute Wohnungen zwar eine ordentliche Mietrendite bringen, aber wesentlich weniger Steuerersparnisse als andere Immobilienarten. Gemeint sind denkmalgeschützte Immobilien, deren Kauf und Sanierung lukrative Steuervorteile, langfristige Mieteinnahmen und hohe Abschreibungen garantiert.

Wemding – Obwohl die Angst der Deutschen vor Altersarmut groß ist, weil sie um die Dürftigkeit des gesetzlichen Rentenniveaus wissen, sorgen sie kaum privat für das Alter vor. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage der Fondsgesellschaft Fidelity International. Laut dieser Befragung wünschen sich 64 Prozent der Arbeitnehmer, dass ein Teil ihres Gehalts automatisch in eine betriebliche Altersversorgung (baV) umgewandelt wird. Bei diesem sogenannten „Opt Out“-Modell müsste der Arbeitnehmer aktiv widersprechen, damit es nicht zu dieser Gehaltsumwandlung kommt. Die „Wirtschaftswoche“ fasst diese demoskopischen Befunde so zusammen: „Zwei von drei Befragten möchten zu ihrem Glück gezwungen werden. Dabei geben in derselben Umfrage in etwa ebenso viele Arbeitnehmer an, sich gut über die betriebliche Altersvorsorge informiert zu fühlen. Offenbar wünschen sich also viele Deutsche eine Betriebsrente, kennen sich mit dem Thema auch aus – und werden doch nicht selbst tätig.“