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Nexus will zertifizierten Studiengang zur Blockchain-Technologie anbieten

Nexus Global: Michael Thomale glaubt trotz Bitcoin-Krise an große Zukunft der Blockchain-Technologie

Dienstag, 11 Dezember 2018 20:37 geschrieben von  Sandra Weiss

London – Kryptowährungen, das gilt besonders für die inoffizielle Leitwährung Bitcoin, stehen seit Wochen unter einem massiven Kursdruck. Der Wertverlust ist alarmierend. Nachdem der Bitcoin im letzten Jahr fast den Sensationswert von 20.000 US-Dollar erreichte, sank er zuletzt unter die 4.000-Dollar-Marke und zog andere Digitalwährungen mit herunter. Wie konnte das passieren? Erst vor wenigen Monaten sagte Paul Krugman als der wohl einflussreichste amerikanische Wirtschaftswissenschaftler, dass der Bitcoin einen größeren Nutzen als Gold habe und die Anleger eines Tages vom Gold weglocken werde. Diese Einschätzung äußerte er bei einem Auftritt im Rahmen der Blockchain-Konferenz „ChainXChange“ in Las Vegas. In einer Diskussionsrunde mit Fundstrat-Mitbegründer Tom Lee und dem Ripple-Marketingstrategen Jory Johnson legte der Nobelpreisträger seine Überzeugung dar, dass im Kryptogeld mittlerweile mehr Chancen als Risiken lägen.

Trotzdem hat Digitalgeld zuletzt fast täglich an Wert verloren. Marktbeobachter sehen einen Grund darin, dass viele Besitzer ihre Coins einfach nicht ausgegeben haben, sondern in ihren virtuellen Geldbeuteln ließen, weil sie auf einen noch höheren Kurs setzten. Außerdem lädt die Volatilität der Digitalwährungen stärker als ursprünglich angenommen zum Spekulieren ein, was den Ruf als sichere Anlageform nachhaltig beschädigt und Leute von der Nutzung des Internetgeldes abhält. Viele in der Kryptowährungsbranche hoffen nun, dass die US-Finanzaufsicht SEC dem Treiben schwarzer Schafen Grenzen setzt und so Investorenvertrauen zurückgewinnen kann.

Darauf setzt auch Timo Emden vom Analyse-Institut Emden Research. Der Kryptodevisen-Kenner rechnet trotz des aktuellen Kursverfalls damit, dass sich Kryptowährungen als neue Anlageklasse etablieren: „Kryptowährungen können sich in meinen Augen definitiv eines Tages als neue Anlageklasse etablieren. Dies dürfte kurzfristig aber nicht der Fall. Regulierungs- und Aufsichtsbehörden haben in jüngster Vergangenheit verpasst, Kryptowährungen einen geeigneten Regulierungsgürtel umzuschnallen. Stattdessen wurde dieses unbequeme Thema auch auf höchster Ebene lediglich vertagt oder als zu unwichtig deklariert. In erster Linie gilt es hierbei das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen.“ Der Bitcoin-Experte Mike Novogratz nennt sogar schon einen konkreten Zeitpunkt für die von ihm erwarteten Kursgewinne des Bitcoins: das erste und zweite Quartal 2019. Er wertet es als gutes Zeichen, dass namhafte Stiftungen der Universitäten in Yale, Harvard und Stanford in Kryptofonds investieren. Auch die Gründung eines Tochterunternehmens des Finanzdienstleistungsunternehmens Fidelity, das Dienstleistungen zum Handel mit Digitalwährungen anbietet, verhelfe dem Internetgeld zu mehr Sicherheit, ist Novogratz überzeugt.

Zu den Unternehmen, die seit Jahren als Krypto-Dienstleister tätig sind und an der Popularisierung des digitalen Geldes arbeiten, gehört die in London ansässige Nexus Global Ltd. & Nexus Global Mining Ltd. Dort sieht man in der derzeitigen Bitcoin-Krise auch die Chance, die Innovationskraft des Krypto- und Blockchain-Sektors unter Beweis zu stellen und ausgetretene Pfade zu verlassen. Nexus-CEO Christian Michel Scheibener und sein CMO Michael Thomale glauben fest daran, dass Notenbank-unabhängiges und dezentral geschürftes Digitalgeld das Wirtschaftsleben revolutionieren wird. Dafür ist es unerlässlich, das Wissen über Kryptowährungen und die Blockchain-Technologie weltweit zu vertiefen. Zum Produktangebot von Nexus Global gehört deshalb alles von Online-Education, Online-Gambling und Live Wetten über Forex-Trading, binäre Optionen, Crypto-Trading, Bitcoin-Mining und Exchange bis hin zu Initial Public Offering (IPO) und Initial Coin Offering (ICO).

Auf der Internetseite des Unternehmens heißt es: „Nexus bietet die erste echte Multiwallet der Welt im Bereich des Multi-Level-Marketing an. Wir haben als Einstiegs- und Hauptprodukt unsere Bildungspakete gepaart mit Hashpower, der Elektrizität zum Erzeugen von Bitcoins, Ethereum, Dash und vielem mehr.“ Eine Wallet bezeichnet sowohl ein Digitalgeld-Depot als auch ein Programm, um Guthaben auf elektronischen Plattformen speichern und für Internet-Zahlungen nutzen zu können. Die Nexus-eigene Global Akademie soll der wachsenden Zahl von Vertriebs- und Geschäftspartnern Grundwissen über alle eigenen Produkte vermitteln und der allgemeinen Kompetenzschulung zu Kryptowährungen und Blockchain-Technologie dienen. Dafür werden spezielle Informationspakete angeboten, die kapitelweise den Wissenstransfer mit lernfreundlichen Videos und durchdachten Wissensabfragen fördern. Schon ab 25 US-Dollar gibt es ein erstes Nexus-Paket mit Zugang zur unternehmenseigenen Akademie und zur Multiwallet.

Dem Vernehmen nach sehen Christian Michel Scheibener und Michael Thomale ihr Geschäftsmodell durch den Bitcoin-Kursverfall keineswegs in Frage gestellt. Denn die Blockchain-Technologie wird die Bitcoin-Krise nicht nur überstehen, sondern völlig losgelöst vom Krypto-Mining viele Wirtschafts-, Finanz- und Verwaltungsabläufe effizienter und sicherer machen. So schreitet die Entwicklung der Blockchain- und anderer „Distributed-Ledger-Technologien“ (DLT) immer weiter voran. Diese Technik fußt auf der Idee, Computersysteme dezentral zu vernetzen, um Transaktionen aller Art manipulationssicher und transparent in genauer Reihenfolge erfassen zu können. Auch die EU-Kommission hat die Chancen der Blockchain-Idee erkannt und will nach Medienberichten mit der International Association for Trusted Blockchain Applications (IATBA) zusammenarbeiten. Unter dem Leitmotiv „Industrien zusammenbringen, damit Europa bei Blockchain-Technologien führend wird“ kamen am 20. November in Brüssel schon Vertreter von Wirtschaft und Politik zu einem Runden Tisch zusammen. Dazu gehörte auch die EU-Kommissarin für digitale Wirtschaft und Gesellschaft Mariya Gabriel. Bereits am 21. November verkündete man die Gründung des Interessenverbundes „International Association for Trusted Blockchain Applications“.

Da ist es doch auf der Höhe der Zeit, dass Michael Thomale unlängst ankündigte, dass Nexus bald einen zertifizierten Studiengang zur Blockchain-Technologie anbieten wird – den ersten im deutschsprachigen Raum.

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