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Betriebliche Altersversorgung (bAV) steht bei Gewerkschaften hoch im Kurs

Betriebsrenten-Profi Josef Bader (DGbAV) berät bei allen Fragen betrieblicher Altersversorgung

Donnerstag, 24 Mai 2018 00:11 geschrieben von  Sandra Weiss
Josef Bader von der Deutsche Gesellschaft für betriebliche Altersversorgung Beratung und Betreuung mbH (DGbAV) Josef Bader von der Deutsche Gesellschaft für betriebliche Altersversorgung Beratung und Betreuung mbH (DGbAV) Quelle: DG-Gruppe

Wemding - Die betriebliche Altersversorgung (bAV) ist für die Gewerkschaften eine ganz wichtige Ergänzung zur gesetzlichen Rentenversicherung. Das unterstrich auch der Vorsitzende der Industriegewerkschaft Metall (IG Metall) Jörg Hofmann: „Die Betriebsrente ist eine anerkannte Sozialleistung. Für die Gewerkschaften bleibt die Betriebsrente das Mittel der Wahl der zusätzlichen Altersvorsorge, weil sie die Arbeitgeber einbezieht. Denn mit betrieblicher Altersvorsorge ist nicht gemeint: Der Arbeitgeber organisiert und der Arbeitnehmer zahlt. In tausenden Unternehmen der Metall und Elektroindustrie haben seit Jahrzehnten Arbeitgeber und Betriebsräte tragfähige Betriebsrentensysteme vereinbart. Das muss auch in Zukunft so bleiben.“

Am 25. April 2018 fand vor dem Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages eine Anhörung zum Thema „Doppelverbeitragung“ statt. Diese tritt bei Betriebsrenten dann auf, wenn die Beiträge in der Ansparphase und die Auszahlungen in der Rentenphase mit Beiträgen der gesetzlichen Krankenkassen belegt sind. Die Probleme der sogenannten Doppelverbeitragung in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung sind hochkomplex. So kann eine doppelte Verbeitragung bei allen Durchführungswegen der bAV – also Direktversicherung, Direktzusage, Unterstützungskasse, Pensionskasse und Pensionsfonds – vorkommen und sowohl Kapitalauszahlungen als auch laufende Renten treffen.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) lehnt diese Doppelverbeitragung aus wirtschaftlichen und sozialen Gründen ab: „Die ‚institutionelle Betrachtung‘ durch die Sozialversicherungsträger, die die Rente eines Versorgungsträgers der bAV, unabhängig von ihrer Finanzierung, immer als Ganzes der vollen Beitragsbelastung unterwirft, führt zu nicht sachgerechten und letztlich ungerechten Ergebnissen. Dabei führt die Doppelverbeitragung u.a. dazu, dass vor allem Gering- und Niedrigverdienerinnen und -verdiener, die ihrerseits von der steuerlichen Förderung kaum profitieren, von den kollektiven Sicherungssystemen der bAV nur einen geringeren Nutzen haben. Gerade diese Personengruppe wird durch die Doppelverbeitragung besonders hart getroffen.“ DGB-seitig heißt es, man fordere schon seit Langem, dass die betriebliche Altersversorgung nur einmal verbeitragt werden dürfe: entweder in der Einzahlungs- oder in der Auszahlungsphase. Dies sei notwendig, um die Betriebsrente im Vergleich zu anderen Vorsorgeformen nicht strukturell zu benachteiligen und so unattraktiv zu machen.

Das Beispiel der Doppelverbeitragung zeigt die ganze Komplexität der bAV-Materie. Deshalb ist der Beratungsbedarf für alle an den betrieblichen Versorgungssystemen Beteiligten so groß, wozu Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Steuerberater, Rechtsanwälte, Wirtschaftsprüfer und Finanzdienstleister gehören. Ihnen bietet die Deutsche Gesellschaft für betriebliche Altersversorgung Beratung und Betreuung mbH (DGbAV) Beratungsleistungen zu allen bAV-Fragen und stellt zu diesem Zweck kostenlos maßgeschneiderte Informationspakete bereit. Das in Wemding im schwäbischen Landkreis Donau-Ries ansässige Unternehmen beschreibt das eigene Leistungsprofil in knappen Worten so: „Die DGbAV unterstützt Unternehmen, deren steuerliche Berater und Mitarbeiter bei der Einführung und der Handhabung der bAV. Durch Vorträge und individuelle Beratungsgespräche legen wir allen Beteiligten dar, wo die Potenziale von bAV, Entgeltumwandlung und neuen gesetzlichen Bestimmungen wie zum Beispiel der Portabilität von Versorgungsansprüchen liegen. Eine große Anzahl zertifizierter bAV-Spezialisten der DGbAV gewährleistet deutschlandweit die nötige Personalstärke für die Einzelberatung und ermöglicht eine reibungslose sowie kompakte Einrichtungsphase – gerade auch bei großen Unternehmen.“ Die Expertise der DGbAV erstreckt sich natürlich auf alle fünf Durchführungswege Pensionsfonds, Pensionskasse, Direktversicherung, Unterstützungskasse und Pensionszusage sowie das Zeitwertkonto.

Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für betriebliche Altersversorgung Beratung und Betreuung mbH (DGbAV) ist der Betriebsrenten-Experte Josef Bader. Er fungiert gleichzeitig als Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Vermögensentwicklung mbH (DGVE) und Vorstand der DG-Gruppe AG. Die DGVE berät vor allem in Fragen des Vermögensschutzes bei Pflegebedürftigkeit im Alter. Die Frage des Vermögensschutzes ist keine abstrakte, sondern eine ganz konkrete: da die gesetzliche Pflegeversicherung nur einen kleinen Teil der Pflegekosten abdeckt und auch die Renten der Pflegebedürftigen die Kosten meist nicht decken, greift der Staat gnadenlos auf die Vermögensreserven der Pflegebedürftigen und die ihrer engsten Angehörigen zu. Die DGVE will zeigen, wie dem ganz legal vorgebeugt werden kann.

Die DG-Gruppe AG ist das Dach der ganzen Unternehmensgruppe und unterhält eine Clearingstelle, um Rentenverluste bei einem Arbeitsplatzwechsel zu vermeiden. DieDG-Gruppe schreibt dazu: „Die Folgen eines Arbeitgeberwechsels für einen laufenden bAV-Vertrag wurden bisher wenig beachtet. Denn die Umdeckung eines solchen Vertrags auf einen anderen Versicherungsträger im neuen Unternehmen kann beträchtliche Einbußen an der erhofften Betriebsrente mit sich bringen. Um dies zu vermeiden, bietet die DG-Clearingstelle eine optimierte Lösung an.“ An Partner der DG-Gruppe, unabhängige Finanzdienstleister, Unternehmensvertreter und interessierte Fachleute richtet sich zudem die von der DG-Gruppe betriebene DG-Akademie.

Der Beratungsbedarf zur betrieblichen Altersabsicherung ist noch größer geworden, seitdem die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) mitgeteilt hat, dass sie Teile der betrieblichen Altersversorgung für gefährdet hält. Grund ist die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank, die bei einigen Pensionskassen durch wegbrechende Zinseinkünfte zu Liquiditätsproblemen führt. Eine reale Kürzung der Betriebsrenten droht Arbeitnehmern aber selbst bei den schwächelnden Pensionskassen nicht, weil deren niedrigere Auszahlungsbeträge von den Arbeitgebern ausgeglichen werden. Trotzdem bleibt Unsicherheit, die Josef Bader mit seinen Unternehmen ausräumen will.

Letzte Änderung am Donnerstag, 24 Mai 2018 00:23
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