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Klare Perspektive

Jürgen Wagentrotz will mit der der OGI AG an den regulierten Markt

Donnerstag, 06 August 2015 14:57 geschrieben von  Enno-Martin Cramer
Ölförderung Ölförderung Quelle: PIXABAY.COM

Frankfurt am Main – Die Oil & Gas Invest AG (OGI AG) erschließt und fördert im Süden der USA Erdöl und Erdgas, um die begehrten Rohstoffe an die verarbeitende Industrie weiterzuverkaufen. Ein lukratives Geschäft, glaubt man Jürgen Wagentrotz, der das Unternehmen seit 2012 als Vorstandsvorsitzender leitet und um das Geld von Anlegern wirbt, denen er eine Rendite von 9 bis 12 Prozent pro Jahr verspricht.

Die OGI AG ist derzeit in Alabama, Kentucky und Tennessee tätig, das größte Fördergebiet befindet sich allerdings im Herzen von Mississippi, wo das Frankfurter Unternehmen nach mehrjährigen Vorbereitungen in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern, Geologen und anderen Fachleuten ein Erdölvorkommen gesichert hat, das zu den größten Nordamerikas zählt. Im Rahmen der Vermessung des Projektgebiets mittels modernster Remote-Sensing-Verfahren durch das renommierte Experten-Team der Schweizer Firma White Falcon Petroleum Technologies AG aus Zug, die in Branchenkreisen als einer der Weltmarktführer im Bereich Entdeckung, Messung und Erschließung von Erdöl bekannt ist, wurde festgestellt, dass die potenziellen Lagerstätten des Erdöls, vor allem im südlichen Teil des Projektgebiets, in großen Mengen vorhanden sind. Bei der finalen Überprüfung wurden mit hochmodernen Soundings wurden Erdölvorkommen von rund 120 Millionen Barrel bestätigt, was einem Marktwert von rund sechs Milliarden Euro entspricht.

Mit dem für seine solide Arbeit bekannten Frankfurter Kaufmann Dr. Michele Sciurba, Inhaber der Beratungsgesellschaft GMVV & CO, steht Wagentrotz ein sachkundiger Berater zur Seite, der sich darauf spezialisiert hat, komplexe Cross-Border-Transaktionen im M&A-Bereich, insbesondere im Energiesektor, in allen Phasen zu strukturieren und zu begleiten. Sciurba gilt als Mann mit hohen ethischen Ansprüchen, berücksichtigt er bei seinen Konzepten doch Nachhaltigkeits- und Umweltgesichtspunkte gleichrangig mit sozialen und wirtschaftlichen Erwägungen. Anders als manche Medien berichteten, spielt Florian Fritsch, Geothermie-Experte und einst Partner von Wolfgang Hageleit bei der FG.de Forever Green Holding, keine Rolle bei der OGI AG. Sciurba und Frisch sind zweifelsohne miteinander bekannt, es kann aber so gut wie ausgeschlossen werden, dass der Regensburger Ex-Kompagnon von Hageleit nennenswerten Einfluss auf die strategischen Entscheidungen des Frankfurter Öl- und Gas-Explorationsunternehmes hat. Zumindest gibt es dafür keinen einzigen Beleg, nur viele Gerüchte, die natürlich auch von Wagentrotz‘ Konkurrenten gestreut worden sein könnten.

Seit Juni 2012 können interessierte Anleger ab einer Summe von 1.000 Euro mit einem qualifizierten Nachrangdarlehen in die von White Falcon im Süden der USA festgestellten Erdölvorkommen der OGI AG investieren. Ursprünglich hatte die Oil & Gas Invest AG diese Beteiligungen in Form eines Darlehens mit einer Rückzahlungsgarantie ausgegeben. Vorstand Jürgen Wagentrotz, der auch Hauptaktionär der Gesellschaft ist, hätte im Falle eines Verlustes mit seinem persönlichen Vermögen bürgen müssen. Diese Garantie stellt nach Ansicht der BaFin allerdings ein sogenanntes erlaubnispflichtiges Einlagengeschäft dar.

„Die BaFin hat diesbezüglich eine eindeutige Rechtsauffassung vertreten, die wir zwar nicht geteilt, letztendlich aber zur Vermeidung einer langwierigen Auseinandersetzung akzeptiert haben“, so der Jurist Percy Meiser, Prokurist und Handlungsbevollmächtigter der OGI AG. In konstruktiven Gesprächen mit der Finanzdienstleistungsaufsicht sei daraufhin eine Lösung erarbeitet worden, die sowohl die Oil & Gas Invest AG als auch die Anleger und die BaFin zufriedenstellt habe: Das Unternehmen erstattete bislang gezeichnetes Kapital in Höhe von rund 4,5 Millionen Euro zuzüglich Zinsen an die Anleger zurück und setzte parallel dazu einen neuen Darlehensvertrag für interessierte Anleger auf – nun allerdings ohne die bislang gewährte Rückzahlungsgarantie. „Wir haben der Finanzdienstleistungsaufsicht diesen Vertrag zur Prüfung zugeleitet. Es hat keine Beanstandungen gegeben“, so Rechtsanwalt und OGI-Vorstand Meiser.

Die Zeichnung der Beteiligungen ist noch bis zum 1. September 2015 möglich. Unabhängig davon trifft die OGI AG derzeit Vorbereitungen, das Unternehmen an den regulierten Markt zu bringen. „Wir bewegen uns in einem Marktumfeld, in dem neben der Rendite die langfristige Sicherheit des Investments eine zunehmend größere Rolle spielt“, erläuterte Percy Meiser dazu. „Dem wollen wir Rechnung tragen, indem wir künftig Inhaberschuldverschreibungen herausgeben.“ Mit ihrem neuen Modell dürfte die OGI AG ihren Kritikern den Wind aus den Segeln genommen haben. Die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) wird mittelfristig noch viele Geldanlagen der Sparer abschmelzen lassen. Viele Anleger sind daher auf der Suche nach renditestarken Investitionsmöglichkeiten. Die Öl- und Gas-Investments der OGI AG kommen da wie gerufen.

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