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Hamburger Exporo AG weiterhin gut im Geschäft

Trotzen Simon Brunke und Dr. Björn Maronde mit Exporo.de der Coronakrise?

Donnerstag, 16 April 2020 00:33 geschrieben von  Sandra Weiss
Trotzen Simon Brunke und Dr. Björn Maronde mit Exporo.de der Coronakrise? Quelle: Pixabay.com | Hans

Hamburg – Der Ausbruch des Coronavirus (Covid19) stürzt die Unternehmen vieler Branchen in eine existentielle Krise, weil der Binnenkonsum und die Auslandsnachfrage einbrechen. Selbst der jahrelang boomende Immobilienmarkt wird sich dem wirtschaftlichen Einbruch nicht ganz entziehen können. So rechnen Ökonomen damit, dass die Folgen der Pandemie auch das Wachstum der Immobilienwirtschaft bremsen. Das heißt freilich nicht, dass Immobilien an Wert verlieren, sondern lediglich ein geringerer Anstieg der Mieten und Immobilienpreise zu erwarten ist. Nur wenn die Krise über Monate das Alltags- und Wirtschaftsleben lähmen sollte, wäre theoretisch auch ein Ende des fast zehnjährigen Immobilienbooms in Deutschland vorstellbar. Mietern und Immobilienkäufern dürfte die neue Situation nach den teils heftigen Preissteigerungen der letzten Jahre wieder etwas Luft verschaffen. Dem Statistischen Bundesamt zufolge verteuerten sich Wohnungen und Häuser auch 2019 nochmals um mehr als fünf Prozent.

Michael Voigtländer vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) rechnet bei monatelangen Kontaktverboten auch mit Beeinträchtigungen des Wohnungsmarktes: „Besichtigungen finden kaum statt, und viele Käufer halten sich zurück, weil sie um ihre Jobs bangen oder schrumpfende Einkommen erwarten.“ Bei Google-Anfragen zu Kaufen, Mieten oder Wohnen will er schon Rückgänge beobachtet haben. Voigtländer erwartet eine Stagnation oder einen leichten Rückgang der Immobilienpreise. Wegen der angespannten Wirtschaftslage infolge der Corona-Krise sieht er momentan kein großes Potenzial für Mietsteigerungen. Ein wirkliches Einbrechen der Mieten und Kaufpreise befürchtet der Immobilienexperte des Instituts der deutschen Wirtschaft jedoch nicht. Sein schlagendes Argument: „Die Wohnungsknappheit in den Städten bleibt, die Zinsen für Finanzierungen sind niedrig, und viele Menschen haben hohe Vermögen.“

Tatsächlich haben die Notenbanken die immobilienfreundlichen Niedrigzinsen jüngst erst wieder festgeschrieben. Neben der länderübergreifenden Niedrigzinspolitik spricht vor allem der städtische Wohnraummangel gegen spürbar einbrechende Preise und Mieten. Hinzu kommt, dass gerade in Corona-Zeiten renditeträchtige und gleichzeitig sichere Anlagealternativen zu Immobilieninvestments fehlen. So erlebte der deutsche Aktienindex jüngst einen Absturz historischen Ausmaßes: Innerhalb weniger Wochen brach der Dax von mehr als 13.700 auf 8.400 Punkte ein, was einem Verlust von annähernd 40 Prozent entspricht. Angesichts dieser Kapitalvernichtung und zukünftiger Unwägbarkeiten werden sich Anleger dreimal überlegen, ob sie ihr Geld in den besonders volatilen Aktienmarkt investieren.

Immobilieninvestments werden deshalb für Groß- und Kleinanleger weiterhin eine attraktive Option bleiben. Das garantiert auch den anhaltenden Erfolg der Hamburger Exporo AG, die eine namensgleiche Crowdinvesting-Plattform für Immobilienprojekte betreibt. 2014 gründeten Simon Brunke, Björn Maronde, Julian Oertzen und Tim Bütecke das FinTech, um Projektentwickler und Anleger zur Immobilienfinanzierung zusammenzuführen. Die einen suchen nach Finanzierungsalternativen zum Bankkredit und die anderen nach renditestarken Anlagealternativen. Crowdinvesting-Marktplätze bringen Geldgeber und Geldnehmer zum beiderseitigen Vorteil zusammen. Bauherren können durch das eingeworbene Mezzanine-Kapital ihre Projekte bankenunabhängig teilfinanzieren. Dafür bieten sie den Anlegern und Investoren hohe Verzinsungen von bis zu sechs Prozent.

Exporo ist die mit Abstand erfolgreichste deutsche Plattform für digitale Immobilieninvestments. Das inzwischen über 200 Mitarbeiter zählende Unternehmen wirbt unter dem Motto „Einfach und direkt in Immobilien investieren“ für den transparenten und gebührenfreien Aufbau eines eigenen Immobilienportfolios. Die Investoren können zwischen „Exporo Finanzierung“ und „Exporo Bestand“ wählen. Beim ersten Modell beteiligt sich der Investor an erfolgversprechenden Immobilienprojekten wie dem Bau neuer Wohngebäude oder der Sanierung von Gewerbeobjekten. In diese Investments mit kurzer Laufzeit kann man bei einer erwarteten Jahresverzinsung von vier bis sechs Prozent schon mit 500 Euro einsteigen. In der Vergangenheit haben nur institutionelle Investoren und Privatanleger mit viel Geld, Zeit und Fachwissen an Immobilien verdient. Mit dem Crowdinvesting-Ansatz von Exporo haben nun auch Kleinanleger diese Chance. Bei „Exporo Bestand“ investiert man in besondere Bestandsimmobilien und profitiert von regelmäßigen Ausschüttungen aus den Mietüberschüssen und den Wertsteigerungen des Objektes. Hier liegt die Mindestsumme bei 1.000 Euro, um eine jährliche Rendite von drei bis sechs Prozent einzustreichen. Die Anleger werden gewissermaßen zu digitalen Miteigentümern, das heißt, sie müssen sich nicht selbst um die Vermietung und Instandhaltung der Immobilie kümmern. Ihre Eigentumsanteile können sie jederzeit auf dem Exporo-Handelsplatz veräußern.

Björn Maronde, Exporo-Vorstand für Vertrieb, Marketing und IT, betont: „Beim Crowdinvesting für Immobilien ist ausgeschlossen, dass sich der Anleger selbst um die Verringerung von Leerständen, die Bonität von Mietern oder permanente Reparaturen kümmern muss. Er kann sich online über das Portal an attraktiven Immobilienprojekten beteiligen, die Handhabung ist denkbar einfach, und das Investieren verläuft transparent. Investoren erhalten im Vergleich zu herkömmlichen Immobilienanlagen eine höhere Rendite.“ Das sehen scheinbar auch viele Investoren so und entscheiden sich für die Anlageoptionen von Exporo. Bis Ende Februar 2020 finanzierten die Plattform-Betreiber 249 Immobilienprojekte und vermittelten dafür mehr als 584 Millionen Euro. 224,5 Millionen Euro sollen bereits an die Anleger zurückgezahlt worden sein.

Der norddeutsche Finanzdienstleister ist nach eigener Aussage sehr bemüht, die Risiken für die Anleger zu minimieren. So werden nur geprüfte und für seriös befundene Immobilienvorhaben beworben. Fast 60 Immobilienexperten prüfen alle Projekte auf Sicherheit und Ertragschancen. Von den wöchentlich bis zu 25 Finanzierungsanfragen schaffen es nur ein bis zwei Projekte auf den digitalen Marktplatz. Genauso kritisch wie die Finanzierungsprojekte werden potenzielle Bestandsobjekte unter die Lupe genommen. Die Exporo-Profis suchen deutschlandweit nach Immobilien, die mithilfe externer Gutachter ökonomisch bewertet werden. Erst wenn diese ein Projekt absegnen, werden die Investmentangebote veröffentlicht und der eigentliche Prozess der Kapitaleinwerbung beginnt. Über einen Treuhänder werden die Darlehensgelder zum vertraglich zugesicherten Termin an die Projektgesellschaft ausgezahlt. Zum Laufzeitende erfolgt dann – wiederum über den Treuhänder – die Rückzahlung des Darlehens plus Zinsen.

Auch wenn ihr Geschäftsmodell von der Corona-Krise kaum betroffen sein wird, hat die Exporo AG aus Rücksichtnahme auf die Mitarbeiter-Gesundheit ihre Arbeitsweise noch weiter modernisiert. Bereits am 17. März kündigte das FinTech auf seiner Facebook-Seite an, zur Eindämmung der Virus-Verbreitung komplett auf Homeoffice-Tätigkeit umzustellen. An die Kunden und potenziellen Anleger gerichtet, heißt es: „Als modernes Digitalunternehmen sind wir im Branchenvergleich absolut im Vorteil. Denn wir nutzen Homeoffice bereits seit jeher als möglichen Arbeitsort, um die gemeinsamen Ziele bestmöglich zu erreichen. Dadurch gewährleisten wir, dass Du auch weiterhin in spannende Immobilienprojekte investieren kannst! Und Du erreichst Deinen persönlichen Ansprechpartner unverändert zu den gewohnten Zeiten.“

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