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Wemding – Bei sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmern bildet die gesetzliche Rente das Fundament der Altersvorsorge. In einer vitalen Erwerbsgesellschaft mit einer ausreichenden Anzahl jüngerer Beschäftigter funktioniert das Modell auch. Aufgrund der demografischen Entwicklung gehen in Deutschland aber viel mehr ältere Arbeitnehmer in Rente als jüngere nachkommen. Das heißt, dass in der gesetzlichen Rentenversicherung immer weniger Beitragszahler für immer mehr Rentenempfänger aufkommen müssen. „Um die jüngere Generation nicht zu überfordern, ist es deshalb unausweichlich, dass in Zukunft die Renten weniger stark steigen als bisher“, erklärt die Bundesregierung. Damit wird eine zusätzliche Vorsorge nötig, um auch im Alter den gewohnten Lebensstandard aufrechterhalten zu können. Immer mehr Arbeitnehmer verwenden deshalb Teile ihres Einkommens für die private Vermögensbildung. Um drohende Altersarmut abzuwenden, unterstützt der Staat verschiedene Finanzinstrumente, die neben der gesetzlichen Rente dem Aufbau von Versorgungsansprüchen dienen. Hier kommt vielfach die betriebliche Altersvorsorge (bAV) als Zusatzbaustein zur Altersabsicherung ins Spiel.

Wemding - Die betriebliche Altersversorgung (bAV) ist für die Gewerkschaften eine ganz wichtige Ergänzung zur gesetzlichen Rentenversicherung. Das unterstrich auch der Vorsitzende der Industriegewerkschaft Metall (IG Metall) Jörg Hofmann: „Die Betriebsrente ist eine anerkannte Sozialleistung. Für die Gewerkschaften bleibt die Betriebsrente das Mittel der Wahl der zusätzlichen Altersvorsorge, weil sie die Arbeitgeber einbezieht. Denn mit betrieblicher Altersvorsorge ist nicht gemeint: Der Arbeitgeber organisiert und der Arbeitnehmer zahlt. In tausenden Unternehmen der Metall und Elektroindustrie haben seit Jahrzehnten Arbeitgeber und Betriebsräte tragfähige Betriebsrentensysteme vereinbart. Das muss auch in Zukunft so bleiben.“